Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft drückt der Bevölkerung der durch die zwei verheerenden Erdbeben samt Nachbeben betroffenen Region Venezuelas ihre Solidarität aus. Unser Beileid und Mitgefühl gilt jenen, die Ihre Familienangehörigen, Freunde oder Bekannte bei dieser Naturkatastrophe verloren haben.
Venezuela droht nach dem Angriff des US-Militärs vom Januar durch die Folgen des verheerenden Erdbebens nun vollends in die Abhängigkeit Washingtons zu geraten. Während die Zahl der Verstorbenen und Verletzten kontinuierlich steigt – bis Sonntag 28.6. in der Früh wurden offiziell 1.430 Tote geborgen –, suchen (und finden) Rettungskräfte in den Trümmern eingestürzter Gebäude weiter nach Überlebenden. Mehr als 40.000 Personen gelten bislang als vermisst.
Das Land war am Mittwoch 24.6. kurz nacheinander von Erdstößen der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Bei Beben dieser Stärke stürzen laut der Richterskala die meisten Gebäude ein. Bis Samstag, 27.6. sind über 400 Nachbeben registriert worden. Das an der Küste gelegene Departamento La Guaira war am stärksten betroffen.
Die venezolanischen Streitkräfte verlegen Ausrüstung und mobile chirurgische Einheiten in die Küstenregion. Basisorganisationen sammeln Lebensmittel, Kleidung und Medikamente für obdachlos gewordene Familien und richten Notunterkünfte ein. Die Rettungsarbeiten werden durch Notfallteams aus zahlreichen Staaten verstärkt.
Trotz der Katastrophenlage hält die Regierung von Donald Trump ihre gegen das Land verhängten Sanktionen weitgehend aufrecht. Am Donnerstag erteilte das US-Finanzministerium lediglich eine bis zum 23. Oktober befristete Genehmigung für Transaktionen im Zusammenhang mit humanitärer Hilfe. Venezolanische Vermögenswerte und Bankkonten im Ausland bleiben eingefroren. Auch auf rund 4,8 Milliarden US-Dollar an Goldbeständen, die bei der Bank of England hinterlegt sind, darf Caracas nicht zugreifen. Von westlichen Regierungen und Medien werden die dadurch verursachten Behinderungen der Erdbebenhilfe verschwiegen oder banalisiert.
Quellen: Volker Hermsdorf (Junge Welt), teleSUR
Spendenportal der UNO für Betroffene des Erdbebens in Venezuela

